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SwissLegal – News aus unserer Herbsttagung 2025

Herbsttagung 2025

Inspiriert von Perikles (Athen, 490-429 v.Chr.) begrüsste unser VR-Präsident, RA Mauro Lardi kurz nach 15.00 h die Teilnehmenden mit dem Zitat „Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf an, auf die Zukunft vorbereitet zu sein!“ und leitete so zum Tagungsprogramm über, welches ebenfalls verschiedene Facetten von künftigen Entwicklungen bereithielt, und die es abzuhandeln galt.

Unser Geschäftsführer der Gruppe, Heinrich Spühler, berichtete über allgemeine Informationen zu aktuellen Projekten, analysierte die Anstrengungen im digitalen Marketing und berichtete über positive zu Entwicklungen im SwissLegal-Netzwerk, sowohl national wie auch international - und lüftete dabei auch das Geheimnis der Umfirmierung des Preferred Partner Programms, welches neu unter "THE International Business Law Partners CIRCLE" auftritt und bereits auf positive Resonanz bei den beteiligten Partnerkanzleien stiess. Schliesslich wurden auch die personellen Entwicklungen in der Gruppe gefeiert und dabei vier neue RechtsanwältInnen (RA Noëmi Birchler (SL-Zürich/Schwyz), RA Fabienne Götz (SL-Chur), RA Joël Maréchal und RA Marc Jordan (beide SL-Basel)) sowie zwei neue Partnerinnen (RA Dana Korody-Preston, RA Sama Bolog (beide SL-Basel) mit herzlichem Applaus  in ihren neuen Funktionen willkommen geheissen.

Im Anschluss an den allgemeinen Informationsteil folgte das bereits mit Spannung erwartete Gastreferat von RA Marco Candinas, seines Zeichens Rechtsanwalt/Gerichtsschreiber und Autor des Buches "KI für Anwälte und Juristinnen". Er zeigte uns praxisnah auf, welche KI-Tools er in seinem Berufsalltag für welche Aufgaben nutzt, welche Informationen (Token, Zeichen) für die Sprachmodelle interessant sind und wie wichtig ein wohldefinierter, präziser Prompt als Input ist, um über das jeweilige KI-Tool qualitativ bessere Ergebnisse zu erzielen. Auch RA Candinas weist darauf hin, dass KI halluziniert und dass trotz grösstmöglicher Sorgfalt, Eingrenzung und Validierung beim Prompten immer eine zusätzliche, fachliche Prüfung des Ergebnisses nötig ist und dass es in Deutschland nota bene bereits Urteile gibt, in denen das Gericht Rechtsvertretern mangelhafte Sorgfalt (Nichtüberprüfung halluzinierten Fakten) sowie ungenügende Kenntnis bei der Anwendung des entsprechenden KI-Tools vorgeworfen wurden. Diese Prüfungs- und Validierungsobliegenheit sind gemäss RA Candinas gute Argumente gegen die befürchtete Verdrängung von Anwältinnen und Anwälten durch KI. Indessen zeichne sich heute schon ab, dass neue Arbeitsabläufe implementiert werden müssen und sich dies in Zukunft auch klar auf die Kanzleiorganisation, Festlegung von internen Richtlinien im Umgang mit KI und zwecks Einhaltung der daten- und anwaltsrechtlichen Geheimhaltungspflichten auswirken wird.

Zu guter Letzt standen auch diesmal drei spannende Workshops zur Auswahl, welche den internen Austausch zu folgenden Themen förderten:

  • Immobilien im Fokus: RA Angela Decristophoris, RA Clarissa Indemini und RA Corinne Engel zeigten unter anderem auf, welche Konsequenzen ein Immobilienkauf während eines Konkubinats, bzw. vor und nach Eheschliessung auf die jeweiligen PartnerInnen bei Trennung/Scheidung auslösen kann und wie dies über klare Vertragsverhältnisse präventiv geregelt werden kann;
  • Die Kanzlei von morgen: RA Sama Bolog ging in ihrem Workshop der Frage nach, wie der Arbeitsalltag von RechtsanwältInnen künftig aussehen wird, wie sich Kanzleien organisieren und welche Herausforderungen sich stellen, wenn KlientInnen künftig bereits mit KI unterstützten Vorabklärungen die Kanzlei aufsuchen (analog zu «Dr. Google» vor dem Arztbesuch). Schliesslich wurde auch das Erwartungsmanagement erörtert, sowohl intern wie auch seitens der Klientschaft;
  • Cyber-Sicherheit: RA Martin Frey und Heinrich Spühler erinnerten die Teilnehmenden beispielhaft daran, wie wichtig es ist, die TOMs regelmässig zu überprüfen, Personal und Prozesse vorab zu trainieren und auch Datenverluste zu simulieren. Alles mit dem Ziel, optimal vorbereitet zu sein. Dazu gehört auch, den guten, alten Notfallzettel physisch (griff)bereit zu haben.

Nach getaner Arbeit stand das gemütliche Beisammensein im Vordergrund: Das gemeinsame Dinner mit direktem Blick auf den Flughafen Kloten setzte einen würdigen Schlusspunkt und liess den spannenden Tag mit angeregten Diskussionen und persönlichem Networking ausklingen.

Herzlichen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen sowie an die (Workshop-)ReferentInnen für die rege Teilnahme und Tagungsvorbereitung sowie dem Team des Radisson BLU für die tadellose Betreuung unseres Events!


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SwissLegal – News aus unserer Herbsttagung 2025

Update

Bereichernde Begegnungen beim Career Day der AEDL!

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Es war uns eine Freude, mit den Jurastudierenden über ihre Zukunft und ihre Berufung zu sprechen.

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SwissLegal engagiert sich für angehende Anwälte

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Der Swiss Moot Court 2025-2026 brachte erneut Jurastudenten von Schweizer Universitäten zu einem Wettbewerb zusammen, bei dem Argumentation, juristische Kenntnisse und Redegewandtheit unter realitätsnahen Bedingungen auf die Probe gestellt wurden. In diesem Jahr hatte Rechtsanwältin Colette Lasserre Rouiller die Ehre, als Mitglied der Jury mitzuwirken und ihre Fachkenntnisse einzubringen, um die Qualität der Plädoyers und Argumente der Teilnehmer zu bewerten. Mit ihrem geschulten Blick und ihren hohen professionellen Ansprüchen gelang es ihr, die Leistungen der Studierenden präzise zu bewerten und gleichzeitig ihr Engagement und ihre Sorgfalt zu würdigen.

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SwissLegal – mitten in der internationalen Debatte über die Qualität der Justiz

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Dr. iur. Nicolas Rouiller, Rechtsanwalt und Partner der SwissLegal Rouiller & Associés Avocats sowie der ehem. Präsident des Genfer Rechnungshofes, Dr. iur. François Paychère, Konsulent derselben Kanzlei, präsentierten jeweils ihre Standpunkte im Rahmen zweier Diskussionsrunden zum Thema Qualitätskontrolle in der Justiz («Control of Judicial Quality»).

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